Unsere Heimatgemeinde

Im Nordosten des Weinviertels umrahmen die Berge Landmann, Galgenberg und die Kalklippe mit der Burgruine sowie die Weinrieden und Wälder den kleinen Weinort Falkenstein mit seinen historischen Bauwerken. Nicht zuletzt durch das romantische Ortsbild und den hervorragenden Falkensteiner Wein erfreut sich die Gemeinde steigender Beliebtheit und ließ einen sanften Tourismus einsetzen.

 

Gegründet wurde Falkenstein um 1050 zeitgleich mit der Burg Falkenstein, die damals zur Grenzsicherung gegen Norden errichtet wurde. Im Laufe der Jahre gelangte Falkenstein, auch aufgrund seiner günstigen Lage am alten Handelsweg, der heutigen Brünnerstraße zu großer Bedeutung.

Gleichzeitig mit der Burg wurde auch die Pfarre als eine der ersten zwölf Pfarren in den neu eroberten Gebieten gegründet. An der Pfarrkirche ist die Vergangenheit nicht spurlos vorübergegangen: So ist bemerkenswert, dass an der Kirche alle Hauptbaustile erkennbar sind: von der romanischen Basis des Kirchturms, welcher im gotischen Stil weiterrichtet wurde, bis zum Hauptschiff mit seiner pompösen frühbarocken Front. Unweit der Pfarrkirche befindet sich der burgartige Bau des Pfarrhofes.

 

Weiters beheimatete Falkenstein das Falkensteiner Berggericht. Dieses Gericht war vom 13. bis in das 18. Jahrhundert die zentrale Anlaufstelle in Streitfragen um den Wein im Gebiet von Wien bis nach Brünn. Im Bergtaidingbüchl aus dem Jahr 1309 waren schon damals die Qualitätskriterien für den Weinbau festgelegt. Auch war Falkenstein Sitz des Hoch- und Blutgerichtes. Im Jahre 1773 fand am Galgenberg die letzte Hinrichtung statt. Zeichen der wirtschaftlichen Bedeutung des Ortes in der Vergangenheit ist der Trautsontaler, der im 17. Jahrhundert in Falkenstein geprägt wurde. Weiters wurde hier 1741 mit der Privatlade Falkenstein das älteste heute noch bestehende Geldinstitut Österreichs gegründet.

Das Ortsbild von Falkenstein wird von der Ruine und der Pfarrkirche schon von weitem geprägt. Im Ort selbst gelten noch das frühbarocke Rathaus, der Kalvarienberg mit seinen dem Fels angepassten barocken Steinfiguren  und das romanische Bürgerspital als sehenswert.

 

Inzwischen ist die Burg zur – immer noch imposanten – Ruine verfallen und Falkenstein wurde allmählich aus seiner bedeutenden historischen Rolle hinausgedrängt. Bewahrt wurden aber bis heute die Falkensteiner Tradition und die Mentalität seiner Bewohner. So zeichnet sich Falkenstein mit seinen rund 450 Einwohnern durch rege Vereinstätigkeit aus, wie etwa durch den Musikverein, eine hervorragende Theatergruppe „Die Perspektive“ und nicht zuletzt den Männerchor Falkenstein. Wer Falkenstein besucht, wird schon bei der Anreise erkennen, dass in Falkenstein der Weinbau eine große Rolle spielt. Hier gedeihen, auch bedingt durch die Böden und die geografische Lage, hervorragende Weine, welche nur darauf warten, bei den Heurigen oder in der romantischen und  sehenswerten Kellergasse verkostet zu werden.

 

Früh schon haben die Falkensteiner Winzer erkannt, dass die Zukunft des Weines im Qualitätsweinbau liegt. So haben sich mehrere Winzer zur Interessensgemeinschaft Falkensteiner Berggericht vereint und unterwerfen sich selbst noch zusätzlichen Auflagen, was die Arbeit im Weingarten und im Keller betrifft. Nur die besten Weine erhalten nach einer Verkostung das Prädikat Falkensteiner Berggericht. Dadurch, dass in Falkenstein nur Klein- und Mittelbetriebe vorhanden sind, wird jeder Weinfreund für seinen individuellen Geschmack den richtigen Tropfen finden.